Pfeifenrauchen – Stopfen, Anzünden und Geniessen
Pfeifenrauchen ist eine Kunst, die jedermann/frau erlernen kann. Es erfordert nur ein wenig Geduld und Übung. Als Einsteiger werden ca. 10-15 Pfeifenrauchstunden erforderlich sein, um das Feingefühl zu bekommen. Für den Pfeifenraucher haben wir einige Ratschläge zur Handhabung zum Gebrauch und zur Pflege einer Pfeife zusammengestellt. Dabei handelt es sich keineswegs um ultimative Weisheiten, sondern vielmehr um Richtlinien zur optimalen Nutzung der Pfeife. Denn schliesslich geht es beim Pfeifenrauchen nur um das eine: den Genuss.
Einrauchen
Bruyéreholz ist ein organischer Stoff, der bei zu grosser Hitze verbrennen würde. Um das Pfeifenholz an den Verbrennungsprozess zu gewöhnen, rauchen Sie die Pfeife langsam und mit viel Geduld ein. So entsteht beim Einrauchen eine oberflächliche Verkohlung, die im Inneren des Kopfes eine Isolierschicht bildet und damit das Holz vor der direkten Berührung mit der Tabakglut schützen.
Die Pfeife sollte man beim erstenmal Rauchen bis obenhin füllen. Unten locker nach oben zu fester. Das richtige Stopfen der Pfeife ist sehr wichtig, um ein gleichmässiges und ruhiges Brennen des Tabaks zu gewährleisten. Eine zu hart gestopfte Pfeife zieht schlecht, während eine zu lose gestopfte Pfeife oft ausgeht oder zu schnell abbrennt und erneut angezündet werden muss.
Wichtig! Rauchen Sie die ersten 10 – 15 Pfeifen zu Ende! Auch wenn das etwas mühsam erscheint, nur so bildet sich eine gleichmässige Kohleschicht.
Eine Tabakpfeife sollte in Ruhe geraucht werden und nicht durch schnelles ziehen. Auf diese Weise bleibt der Rauch kühl und angenehm und erhöht den Genuss. Es ist besser, eine Pfeife neu anzuzünden anstatt durch schnelles Paffen die Glut zu erhalten. Dabei wird der Rauch nicht zu heiss und brennt weniger auf der Zunge.
Anzünden
Zünden Sie die gesamte Tabakfläche mit einer starken Flamme an, Gasfeuerzeug, Streichholz, kein Benzinfeuerzeug benutzen. Die obere Tabakschicht neigt beim Anzünden dazu, sich aufgrund der Hitze aufzurichten. Drücken Sie mit Hilfe des Pfeifenbestecks die Oberfläche wieder zusammen, da die Pfeife sonst ausgehen kann. Wenn nötig, diesen Vorgang wiederholen, bis die Pfeife regelmässig brennt.
Pfeifenpflege
- Verwenden Sie möglichst nach jeder gerauchten Pfeife einen Pfeifenreiniger. Streifen Sie diesen vor Gebrauch zwischen den Fingern, um lose Fusseln zu entfernen.
- Tip: Führen Sie nach dem Rauchen einen Pfeifenreiniger bis zum Anschlag ein. Dieser entzieht die Feuchtigkeit, die beim Rauchen entsteht.
- Klopfen Sie den Tabak nicht aus der Pfeife, sondern verwenden Sie ein Pfeifenbesteck, um die Pfeife zu leeren.
- Die Pfeife sollte zwischen den Füllungen genug Zeit zum Austrocknen haben. Dies ist einer der Gründe warum Pfeifenraucher gewöhnlich mehrere Pfeifen besitzen und somit stets über eine kühle und trockene Pfeife verfügen.
- Eine Pfeife sollte man möglichst nur einmal am Tag rauchen, damit sie sich erholen kann.
- Den Holm und das Mundstück immer durch eine Rechts- oder Linksdrehung trennen. So können keine Spannungen entstehen und bannt so die Gefahr von Holmrissen.
- Man sollte das Pfeifenmundstück erst herausdrehen, wenn die Tabakpfeife abgekühlt ist.
- Pfeifen müssen vor Feuchtigkeit, Hitzeeinwirkungen und auch vor zu starkem Lichteinfluss geschützt werden.
- Eine Pfeife sollte nicht im freien oder im offenen Auto geraucht werden. Sie wird durch den Luftzug zu heiss und brennt schneller durch.
- Die Pfeife sollte nur so heiss geraucht werden das sie sie jederzeit auf den Handrücken legen können. Ansonsten ist sie zu heiss und brennt durch.